Making of: Hat’s g’schmeckt?

Michael, Co-Chef des Reisinger’s, fragte mich letztens, ob ich Lust hätte, als Stammgast des Reisinger’s im Fernsehen sein großartiges Lokal zu vertreten. Es winkte eine Einladung auf eine Portion Fish & Chips bei ihm, also konnte ich wohl schwer nein sagen.

Die Sendung

Die Sendung, um die es geht, ist das neue Format Hat’s g’schmeckt? und startet mit Moderator Florian Holzer, dem Restaurantkritiker des Falters, diesen Frühling auf W24 das erste Mal in Österreich. Die Sendung ist ein Klon des U.S.-amerikanischen Originals Check, Please!, wobei mehr als nur das Logo der Sendung an die österreichische Variante erinnert.

Hats-gscheckt.png

Die Ausgangsbedingungen der Sendung sind folgende: Drei Stammgäste von drei verschiedenen Lokalen treffen sich, nachdem sie im jeweils anderen waren und besprechen die anderen Restaurants. Dabei soll ehrlich und authentisch über die anderen Lokale, deren Ambiente und Gerichte gesprochen werden und eine lebhafte Diskussion entstehen.

Anfangs war ich etwas skeptisch, was das Format angeht, aber nachdem ich mir eine Sendung des Originals angesehen habe, war recht schnell klar, dass nur einfaches Reden über das Essen zu wenig ist; so wird jeweils das Gericht, das man gerade beschreibt, als Video sehr schmackhaft eingeblendet, damit man sich dabei auch etwas vorstellen kann.

Meine anderen beiden Lokale, die ich besucht habe, waren: Das Gasthaus Herbeck und das marokkanische Restaurant Petit Maroc, zwei doch recht unterschiedliche Lokale.

Reisinger’s

Zunächst aber zu meinem Stammlokal, dem Reisinger’s. Da ich ja regelmäßig im Reisingers essen bin, kenne ich bereits einen Teil der Karte auswendig. Was ich am Reisinger’s mit seiner italienisch-österreichischen-Fusionküche mit internationalen Einflüssen so mag, ist seine Experimentierfreudigkeit!

Zu großem Ruhm ist das Lokal bereits für seine Fish & Chips-Aktionen, delikaten Pulled Pork-Sandwiches und der Einführung von Pastrami in Österreich gelangt. Die Gerichte reichen von sehr traditionell, wie Cordon Bleu am Montag, zu sehr ausgefallen, wie Earl Grey-Creme Caramel letzte Woche.

Gegessen habe ich bei meinem letzten Besuch die ausgezeichneten Fish & Chips, gekrönt von einem hervorragenden Kaffee – mehr hatte nicht mehr Platz dieses Mal, wobei ich mich schon sehr auf das warme Schokotörtchen mit weichem Kern und Weichseln gefreut hatte. Aber das wird dann einfach demnächst verspeist.

Reisinger’s auf Tripadvisor

Herbeck

Das Herbeck ist ein vor kurzem renoviertes, gehobenes Gasthaus im 18. Bezirk. In der Gegend ist offen gesagt sonst nicht viel, deswegen war es kaum verwunderlich, dass alles reserviert war. Schön, dass sie trotzdem ein Platzerl für mich und meine Begleitung hatten. Das Lokal hat einen großen Gastgarten, der aufgrund der Temperaturen leider zu war, und ein für einen österreichischen Wirten recht minimalistisch eingerichtetes Interieur.

Die Rindsuppe mit Frittaten und kleinen Rundfleischstückchen als Vorspeise war köstlich, das Kalbsschnitzerl mit Kartoffel- und Vogerlsalat war tadellos, das Maishänderl mit Risotto (nicht all’onda da Beilage) sehr gut und die Schokotorte war der krönende Abschluss. Insgesamt ein sehr gutes Essen in einem Wirtshaus ohne große Überraschungen.

Herbeck auf Tripadvisor

Petit Maroc

Das Petit Maroc hingegen war eine wieder neugefundene Empfehlung, denn vor ein paar Jahren war ich bereits mal dort gewesen, konnte mich aber nicht mehr so recht daran erinnern. Wer Couscous und Tagine liebt (ich), ist dort genau richtig! Das Essen ist würzig und geschmackvoll, das Ambiente heimelig.

Auf Vorspeisen wurde dieses mal verzichtet, aber die Hauptgerichte selbst waren ausreichend genug: Das Lamm-Couscous mit hervorragendem Fleisch (nicht zu trocken, nicht zu durchzogen) und ausreichend Sauce und die super heiße Tagine mit Rindfleischbällchen waren köstlich.

Das einzig etwas enttäuschende war der Abschluss: Das Schokomousse (man denke: Französischsprachiges Land – Mousse au Chocolat – passt doch irgendwie, oder?) war leider recht gering ausgefallen: Drei Teelöffel um 6€ fand ich dann doch etwas zu spärlich bemessen. Der gute Wein hat es allerdings wieder etwas ausgeglichen.

Petit Maroc auf TripAdvisor


Die Aufnahme

Nachdem ich mich nun durch diese drei Restaurants geschmaust habe, wurde ich zusammen mit den beiden anderen Testessern und Florian Holzer gefilmt, und zwar im Wiener Film Museum.

Die Aufnahmen und das Gespräch im Studio waren aufregend und lustig. Da es meine erste Studioaufzeichnung war, war ich überrascht, wie warm es aufgrund der vielen Scheinwerfer wird! Da verstand ich dann, warum die freundliche Dame aus der Maske uns alle vorher so eindringlich abgepudert hat.

Und gleich mal ein kleiner Spoiler zur Sendung: Geflamed wurde keiner – hätte mich auch sehr gewundert, denn alle Lokale waren sehr gut, alles auch meine persönlichen Empfehlungen, und es hat g’schmeckt!

Die Ausstrahlung

Die erste Sendung (wir nahmen bereits die fünfte auf) startet am 29.4. am Abend. Wann genau meine drankommt, weiß ich noch nicht – leider ist also noch etwas Zeit hin, denn ich bin sehr neugierig auf das Resultat, das offenbar mehrmals (online?) auf W24 ausgestraht werden soll.

Wer sich selbst als Testesser bewerben mag, kann das hier tun.

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