Türkische Zucchini-Joghurtsauce

Das türkische „Zucchini-Tsatsiki“ ist im Handumdrehen zubereitet und schmeckt herrlich erfrischend wie das griechische Pendant.

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Für zwei Portionen:
– 1 Zucchini (225-275g)
waschen, raspeln, leicht salzen/pfeffern und mit Olivenöl in einer Pfanne anbraten. Durch das Anbraten verliert die Zucchini etwas an Feuchtigkeit und Volumen.

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Die Zucchini etwas abkühlen lassen, dann mit
– 2-3 Knoblauchzehen und
– 200g (griechischen oder normalen) Joghurt
anrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einer flachen Schüssel anrichten, mit einer Gabel leichte Kerben machen und diese mit
– Sumak (auch „Somak“ oder „Sumach“ genannt) und
– Olivenöl
füllen.

Mit frischem Brot als Vorspeise oder zu Gegrilltem servieren.

Dieses Rezept habe ich beim letzten cook’n’talk aufgeschnappt.

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Geschichte von einer Retro-Backofenevolution

Mein Vater – sozusagen „ChefDad“ ;) – ist ein findiger Mann, der gerne an Geräten herumtüftelt, sie auseinander nimmt und optimiert. Nachdem der unerfüllte Wunsch nach perfekt frischgebackenem Brot schließlich groß genug geworden ist, hat er sich selbst einen eigenen Brotbackofen gebaut!

Dies ist seine Geschichte:

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Geschichte von einer Retro-Evolution eines Mikroprozessor gesteuertem Brotbackautomaten zu einem primitivem Backofen.

Im Anfang war das Wort und es hieß Brot.

Die Vorstellung war, zugegeben etwas naiv, von einem täglich frisch duftenden Brotlaib auf dem Frühstückstisch. Also wurde ein, damals sündhaft teures Gerät, eben Novum – ein Brotbackautomat, erworben. Man will sich was gönnen.

Das Gerät spielte alle Stücke, alles ließ sich einstellen und regeln, nur eines schaffte es nicht – Brotbacken. Zumindest Brot nach unseren Vorstellungen. Kurz geschildert, es wurde immer seltener in Betrieb genommen, bis es auf Jahrzehnte in unserer Kellerdeponie versank. Aber es verschwand nicht aus meinem Gehirn- und Gesichtskreis vollständig, denn man stolperte bei Suche nach etwas Anderem immer wieder über ihn.

Dann, am symbolischen Tag zwei

wurde ich beschenkt mit unbrauchbarem Gerätegehäuse aus 2 mm dicken, eloxiertem Aluminiumblech, und es wurde Licht. Das High-Tech-Brotautomat wurde zerlegt, Teile für spätere Konstruktionen aufgehoben und sortiert. Für folgendes Projekt wurde das Heizelement, Thermoelement und die Platine mit der Stromversorgung und einem Relais bei Seite gelegt.

Es wurde Abend und Morgen des dritten Tages.

Alle Teile wurden penibel vermessen, mechanisch, so wie elektrisch, versteht sich. In meinem liebsten Zeichnerprogramm wurde gezeichnet und konstruiert, spekuliert, und gerechnet. Elektronische Schaltung mit Temperaturreferenz, Komparator und Einstellelement entworfen.

Am Tag vier

wurde an dem Aluminiumblech und Eisenblech gesägt, gebogen, gebohrt und die Teile wurden zusammengebaut. Das Heizelement wurde von unten am Boden mit pedantischem Eifer und vielen Schauben befestigt und gegen diesen zwecks optimaler Wärmeübertragung gepresst. Temperatursensor wurde auch da mitbefestigt.

Der Backofenkern hat noch einen Mantel aus hässlichem verzinktem Eisenblech erhalten, um die Hand- und Fingerbrandgefahr ein wenig zu reduzieren. Außerdem eignet sich diese, etwas kühlere Region, zu temperaturisolierter Befestigung von der umgebauten Steuerelektronik.

Dann kam der Tag Numero fünf.

Er brachte das Ausmessen der Temperaturregelung und des Energiebedarfs. Es wurde ein Versuchsbrotteig mit Temperaturelementen bestückt, um etwas von dem temperaturmäßigem Brotinnenleben zu erfahren und damit die Backzeit und Ofentemperatur zu optimieren.

Der Tag sechs ist angebrochen

und dauert jetzt schon das vierte Kalenderjahr. Im Schnitt wurden zwei bis drei Brötchen (200g Mehl, 6g Salz, Gewürz, 10g Hefe, 120g Wasser und Zuschlag) pro Woche gebacken. Wenn ich es nachschätze, dann wurde bereits eine Armada von 550 Broten verbacken und einverleibt. Das Brot selbstredend in unzähligen Versionen mit und ohne Sauerteig, und diversen Zusätzen von Walnüssen, Haselnüssen, Mandeln, Kürbiskernen … Der Teig wird in einem noch nicht umgebauten Küchengerät geknetet.

Wozu eignet sich das Ding noch? Für Pizza für zwei ältere und nicht besonders hungrige Leute, für in keramischer Schale gebackene mediterranen Gerichte, Reisaufläufe und, und, und. Und für zu sterilisierende Marmelade in entsprechend kleinen Gläsern, weiter für Trocknen und Rösten frisch geschälten Mandeln. Ebenfalls erprobt wurde Hendlhaxenbraten.

Und warum die ganze Mühe, wenn es doch so etwas zum kaufen gibt? Das ist das Problem. Es gibt so etwas nicht zum kaufen, entweder ist es zu groß, dazu haben wir sowieso einen klassischen Backofen, oder ist bei den billigen Geräten keine Temperaturregelung vorhanden, beziehungsweise überhitzen sie nach eine Viertelstunde hoffnungslos und schalten sich dann lieber selber aus.

Und dann das Motivierendste: Kampf mit der Materie und besiegen der selben.

Für technisch Interessierte:

Pinput 550W, Energieverbrauch mit 330g Brot weniger als 0,2kWh (Stromkosten etwa 4 Cents), Backzeit 30 … 35 Minuten, 30 … 35 Minuten in abgeschaltetem Offen belassen, Backtemperatur 200°C, fein regelbar ab 65°C bis 200°C, Temperatur Hysterese am Backboden ca. 4K.

Außenabmessungen ca. 340 x 340 x 170, Backblech 260 x 210, Innenhöhe etwa 80mm.

Was bringt der siebente Tag?

Das Gerät war geplant als Experiment für Analyse des Backvorganges, also als Provisorium. Nachfolgen sollte eine digitale Programmierung, denn jetzt wird die Backzeit manuell am Kurzzeitwecker kontrolliert und ab und zu wird vergessen diesen zu starten – bisher ohne nachteilige Folgen, denn die relativ niedrige (und gesunde) Backtemperatur erlaubt mäßiges Überziehen der Zeit.

Es soll eben ein etwas größerer Nachfolger gebaut werden, mit beheiztem Boden und beheizter Decke, wahlweise abschaltbar, um eine braunere Kruste (ungesündere) an dem Backgut zu erzielen.

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Zucchini-Cheesecake

Von meiner lieben Nachbarin und Coolinary Society Lady Nina habe ich eine übergroße Zucchini vermacht bekommen, und Finespitz Lisa inspirierte mich zu einem Zucchini-Cheesecake, allerdings hab ich – sonst wär’s ja nicht ich ;) – ihr Rezept etwas abgeändert.

Als Boden nehme ich meinen Sesam-Mürbteig, den ich gerne für salzige Quiches/Tartes verwende, z.b. bei der Brokkoli-Feta-Quiche. Dieses Mal habe ich Bio-Dinkel-Vollkornmehl genommen.

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Sesam-Mürbteig:
– 50g kalte Butter
– 100g Bio-Dinkel-Vollkornmehl
– 1 Ei
– 5 EL Sesam
– 1 TL Salz
schnell zu einem Teig verarbeiten und kalt stellen.

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Für die Füllung:
– 3 Tassen Zucchini
mit Schale reiben, salzen und in einem Sieb 15min abtropfen lassen.
– 400g Cottage Cheese (oder Ricotta)
ebenfalls in einem feinen Sieb abtropfen lassen (oder die Feuchtigkeit in einem Küchentuch ausdrücken).
– 2 Schalotten und
– 2 Knoblauchzehen
hacken und mit dem abgetropften und ausgedrückten Zucchini und Frischkäse mischen. Mit
– Kräutern (Dille, Petersilie, Schnittlauch),
– Zesten einer Zitrone,
– Muskatnuss,
– Pfeffer
würzen. Salzen nur bei Bedarf, da der Käse und die Zucchini schon recht salzig sind.
– 2 Eier
aufschlagen und zusammen mit
– 100g Schafskäse und
– 1 EL Olivenöl
der Masse hinzufügen.

Mit dem gekühlten Teig den Boden einer Springform (18-22cm) auslegen, mit einer Gabel einstechen und mit Hülsenfrüchen belegen (sonst bilden sich Blasen unter dem Teig) und 10min bei 165 Grad (Umluft) vorbacken.

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Falls etwas vom Mürbteig übrig bleibt, mache ich damit gerne ein paar Kekse.

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Dann die Masse in die Form füllen und eine Stunde backen. Vorm Servieren mit Mandelsplittern bestreuen.

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Tomate-Gurke-Salat mit Walnusspaste

Ebenfalls in Georgien habe ich dieses fabelhafte Sommergericht entdeckt: Einen milden Tomate-Gurke-Salat mit Walnusspaste.

Für die Walnusspaste wird Swanisches Salz (auch „Swanetisches Salz“ genannt) verwendet, das neben Salz Bockshornklee (Fenugreek, im Georgischen übersetzt als „Foreign Spices“), Koriander, Dill, Ringelblume (Calendula, im Georgischen übersetzt als „Yellow Flowers“), Knoblauch, Pfeffer, Paprika und Kümmel enthält. Dieses Salz wird für alles Mögliche verwendet, wie etwa für Salate oder zum Grillen.

Die Walnusspaste wird auch vielseitig eingesetzt, etwa für verschiedene Vorspeisen wie gegrillte Melanzani.

Rezept für Tomate-Gurke-Salat mit Walnusspaste (für zwei Personen):

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Für die Walnusspaste:
– 1 Tasse Walnüsse mit
– 2 EL warmem Wasser,
– einem Spritzer Essig;
– 1 kleinen Knoblauchzehe und
– 1 TL Swanisches Salz
in einem Mörser zu einer Paste verarbeiten.

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Für den Salat (zwei Personen):
– 3-4 Tomaten und
– 1/3 Salatgurke
waschen und in mundgerechte Größe schneiden.

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– 1/2 Zwiebel
mit einem Hobel in feine Scheiben schneiden.
– 1 Tasse frischen Koriander
hacken.
– 1/2 Tasse rotblättriges Basilikum
hacken.

Alle Zutaten zusammen mit der Walnusspaste vermengen. Eventuell noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Brot servieren.

Weitere georgische Gerichte.

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Kalte Georgische Kefir-Gurken-Suppe

Von meiner Reise nach Georgien habe ich das Rezept für die feine Gurkensuppe Akroshka mitgebracht.

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Für vier Personen:
– 4-5 große festkochende Kartoffel und
– 4 Eier
kochen, abkühlen lassen, schälen, vierteln und in 1cm dicke Scheiben schneiden.
– 2 große Salatgurken,
schälen, längs vierteln und in 2mm dünne Scheiben schneiden.
– 1/2 Glas Essiggurken
in dünne Scheiben schneiden.
– 1 kleinen Bund Jungzwiebel
putzen und hacken.
Alles zusammen in eine Schüssel geben und mit
– 500ml Kefir
übergießen, gut salzen und pfeffern.
1 Bund Dille
hacken und dazugeben.

Vor dem Servieren etwas ziehen lassen.

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Lust auf mehr vom Kaukasus? Ein weiteres georgisches Rezept: Lamm mit Ringlotten und Estragon

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Verköstigung

Letztens durfte ich ein paar Bio-Produkte* testen.

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Darunter befanden sich zwei Sorten Kokosnusssaft (einmal mit Holundersaft! sehr empfehlenswert), delikate Zedernnüsse, verschiedene dunkle Schokoladen (mit Bio-Früchten), einen Kirsch-Energy-Cake und Ayurvedisches Bio-Ghee (Ghee nimmt man gern für Curries).

Da habe ich mich also die letzten Tage durchgekostet :) Yummy!

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kokossaft

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* von nu3 – der Nährstoffexperte bereitgestellt.

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Erdbeer-Smoothie mit Bourbon-Vanilleeis

Gestern beim Ja!Natürlich twitcook Event wurden wir ebenfalls mit verschiedenen Smoothies mit Eis verwöhnt, allerdings scheinen mir Erdbeeren doch am geeignetsten.

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Für ein erfrischend fruchtiges Dessert:

Gekühlte (!) Erdbeeren putzen und pürieren. Eine Kugel Bourbon-Vanilleeis in die Mitte setzen und mit Minze dekorieren.

Weitere Desserts.

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Twitcook-Event: Grillen, genießen & twittern

chefbabe

chefbabe

Beim gestrigen Twitcook-Event von Ja!Natürlich wurden ein paar Wiener Twitterer zum „kochen, genießen & twittern“ eingeladen. Das freundliche Team rund um Ulli Cecerle-Uitz teilte uns in Gruppen auf uns so durften wir schnippeln, was das Zeug hielt.

Eine Ansichtssache:

Einen Smoothie mit Eis habe ich mir übrigens heute auch gemacht: Erdbeer-Smoothie mit Bourbon-Vanilleeis

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Scharfer Sprossensalat mit Huhn

Inspiriert durch den vietnamesischen „Mekong Krautsalat“ vom Sapa und den thailändischen Yam Gai Salat habe ich heute meinen eigenen asiatischen Salat gebastelt. Eigentlich bin ich kein Fan von Sprossen, da sie meistens fad schmecken, aber mit dem richtigen Dressing und ein wenig Pfiff zaubert man einen herrlich erfrischenden Salat, der ruhig etwas Schärfe verträgt.

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Für zwei als Vorspeise oder eine Hungrige:
– ein Hühnerbrustfilet
in Salzwasser 10min pochieren und dann abkühlen lassen.

– 125g Mungobohnensprossen
in eine Schüssel geben.
– 4 Kirschtomaten
vierteln,
– 1/4 rote Zwiebel
in Scheiben hobeln,
– 1/4 Salatgurke
vierteln und in Scheiben schneiden
– und ein paar Zuckerschoten
dazugeben und mischen.

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Für das Dressing:
– 1-2 TL gehackte rote Chillis (je nachdem, wie scharf man es will/verträgt),
– den Saft einer halben Limette,
– 6 TL Fischsauce mit
– 2 TL braunem Zucker (oder Rohrzucker)
anrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Mit dem größten Teil des Dressings den Salat marinieren, dann jeweils eine Hand voll
– gehackte Minze und
– gehackten Koriander
dazugeben und durchmischen.

Den Salat auf einem Teller zu einem kleinen Berg türmen, oben drauf das leicht gesalzene Hendl drapieren. Alles mit dem restlichen Dressing beträufeln, mit
– zerstoßenen Erdnüssen
und einen Limettenschnitz garnieren.

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Weitere Salat-Rezepte.

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Pongauer Bauernsalat

Die letzten Wochen habe ich im Pongau verbracht und mich dort durch die Salzburger Küche gekostet. Ein paar Rezepte habe ich natürlich mit im Gepäck, wie z.b. den Pongauer Bauernsalat – ein herrlicher Sommersalat! Allerdings ist dies meine Variante, da die ursprüngliche zusätzlich noch mit Feta und gerösteten Kartoffeln war, was mir gerade zu deftig wäre.

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Ich nehme dafür:
– Drei verschiedene Blattsalate (Vogerl-, Pflücksalat, roter Schnittmangold)
– Zucchini
– Salatgurke
– Kirschtomaten
– Radieschen
– Sellerie
– Karotte
– Pastinake
– Frühlingszwiebeln
– Schalotten (Charlotten)
…alles kleinschnippeln.

Dazu
– ein hart gekochtes Ei
– angebratener Pancetta (Bauchspeck)
– mein Honig-Senf-Dressing

Garniert mit
– Kresse
– frischer Petersilie
– Schnittlauch

Serviert mit frischem Brot.

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